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Ergebnisse der vorläufig letzten Mitgliederversammlung

offenbar gibt es derzeit keine Themen, die die Gemüter in Geisenfeld in einem Maße bewegen, dass man sich
eine Interessensvertretung durch die Bürgerinitiative wünschen würde. Das ist im Grunde eine gute Nachricht.
Allerdings hat sie bei manchem Mitglied die berechtigte Frage aufkommen lassen: „Warum dann überhaupt
noch eine BI, für die wir Beiträge zahlen?“

Wir haben uns im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung dieser Frage angenommen und das Für und Wider einer Auflösung, in deren Folge das Vereinsvermögen satzungsgemäß an die Stadt Geisenfeld fließen würde, diskutiert. Dabei stand vor allem eine Überlegung im Vordergrund: Was, wenn irgendwann doch ein Streitpunkt auftaucht, bei dem eine Bürgerinitiative von Nutzen wäre? Dann müsste der Kraftakt der Gründung erneut gestemmt werden und man finge finanziell bei Null an. Keine wirklich sinnvolle Option, so die einhellige Meinung. Daher entschloss sich das Gremium einstimmig für eine vom Gesetzgeber eingeräumte Kompromisslösung: Der Verein wird alle Geschäfte „ruhen“ lassen, sich aber nicht formal auflösen. Der Vorteil: Es werden keine Beiträge mehr fällig, es müssen keine Wahlen oder Hauptversammlungen mehr stattfinden – der Verein schläft sozusagen solange, bis er auf Wunsch seiner Mitglieder aus gegebenem Anlass wieder „aufgeweckt“ wird. Dann wird ein neuer Vorstand bestimmt, der anstehende Probleme anpackt. Dabei steht ihm das bis dato vorhandene Vereinsvermögen in Höhe von rund 5000 Euro uneingeschränkt als Startkapital zur Verfügung. Mit diesem Beschluss erhalten wir – ohne Belastung der Mitglieder - unsere potenzielle Schlagkraft für die Zukunft.

Als vorerst letzte Amtshandlung nutzt die BI, einem einstimmig angenommenen Antrag von Stefan Glaser folgend, vorliegendes Infoschreiben, um auf die Arbeit des Asylkreises aufmerksam zu machen. Damit möchte man im Geiste der Initiative, die ja den „Menschen“ im Titel führt, eine Gruppe engagierter Ehrenamtlicher, die sich für Flüchtlinge einsetzt, auf der Suche nach Mitstreitern unterstützen.

Der Asylkreis unterstützt die Menschen, die hier bei uns Zuflucht suchen, in vielen alltäglichen Dingen, die in einem fremden Land mit fremder Sprache oft zum Problem werden können. Es geht um Begleitung im Alltag, Hilfe bei Behördengängen, Fahrdienste, Knüpfen von Kontakten zur Geisenfelder Bevölkerung und viele kleine Dinge mehr. Vielleicht auch nur darum, bei einem der geselligen Treffen eine Partie „Mensch ärgere dich nicht“ zu spielen oder jemandem das Schafkopfen beizubringen. Jeder der ehrenamtlichen Helfer bringt sich mit dem Können, das er hat und der Zeit, die er aufbringen mag, ein. Keiner soll sich überfordert fühlen. Wer nähere Informationen wünscht oder gerne einmal völlig unverbindlich an einem der nächsten Treffen des Asylkreises im katholischen Pfarrheim teilnehmen möchte, der kann sich per Mail an maggie.zurek(at)onlinehome.de wenden.
Wir danken Ihnen allen für Ihre bisherige Treue und die gute Zusammenarbeit und verabschieden uns bis auf weiteres von Ihnen. Wann wir wieder in Aktion treten, haben nun Sie in der Hand.


Mit besten Wünschen,
der Vorstand der Bürgerinitiative Mensch – Gesundheit - Lebensraum e.V.
erster Vorsitzender Rudolf Feistenberger